Neue/r Mitarbeiter/in gesucht!

Stellenausschreibung

Wir bieten einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz in Biotopschutz und Landschaftspflege mit viel Raum zur Entwicklung eigener Ideen. In einer familienfreundlichen Atmosphäre arbeiten wir mit unseren Tieren am Erhalt von Offenlandschaften.

 

Die Primigenius mit Sitz in Wulfen (Sachsen-Anhalt) ist ein gemeinnütziges Tochterunternehmen des NABU Regionalverbandes Köthen e.V. und wurde im Jahre 2002 zur Umsetzung von Naturschutz- und Landschaftspflegeprojekten gegründet. Im Wulfener Bruch, einem überregional bedeutsamen Feuchtgebiet, bewirtschaften wir rund 145 ha Extensivgrünland mit Heckrindern und Koniks. Ebenso sind wir in der Oranienbaumer Heide bei Dessau auf einer Fläche von 800 ha tätig. Auch dieses naturschutzfachlich wertvolle Gebiet wird ganzjährig beweidet. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.primigenius.de

 

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir ab sofort eine/einen

 

Leiterin/Leiter Tiermanagement (Vollzeit)

 

Zu Ihren Aufgaben gehören insbesondere:

 

  • Tiermanagement und Tierbetreuung
  • Öffentlichkeitsarbeit, wie Führungen und die Gestaltung unserer Homepage
  • Geländeaufnahmen, Kartierungen von Vegetationen, Biotopen und Lebensraumtypen
  • Vermarktung unserer Produkte
  • allgemeine Büro- und Verwaltungstätigkeiten
  • Mitarbeit in der praktischen Landschaftspflege

 

Unsere Erwartungen an Sie:

  • Studium der Landschaftspflege, Naturschutz, Biologie, Geografie,  Landschaftsökologie, oder eine vergleichbare Qualifikation
  • Erfahrungen im Umgang mit Weidetieren
  • Teamfähigkeit und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Verbänden und Institutionen
  • Sichere Kenntnisse in Fragen des Naturschutzes
  • PC-Fachkenntnisse (GIS, Office-Paket)
  • Bereitschaft zu einem flexiblen Zeitmanagement und zu Arbeiten am Wochenende
  • Fahrerlaubnis Klasse BE und die Bereitschaft, Fahrzeuge mit Anhänger zu fahren
  • Bereitschaft zur Teilnahme an Fortbildungen

 

 Bewerbungsschluss: 01.07.2018

 Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung einschließlich Ihrer Gehaltsvorstellungen wahlweise per Post an: Primigenius, Am Weinberg 6, 06386 Osternienburger Land 

oder per e-Mail an:  primigenius gGmbH@t-online.de

 

Bitte beachten Sie, dass Ihre Bewerbungsunterlagen nicht zurück gesendet werden. Sollten Sie eine Rücksendung der Bewerbungsunterlagen wünschen, legen Sie einen ausreichend frankierten Rückumschlag bei. Anderenfalls werden die Bewerbungsunterlagen nach Abschluss des Auswahlverfahrens datenschutzkonform vernichtet.

 

 

Umsetzaktion in Wulfen erfolgreich abgeschlossen

In Wulfen werden zukünftig alle Fohlen und Kälber nur noch auf einer Weidefläche geboren. Deshalb fand im Januar die Umsetzaktion der Koniks zwischen den einzelnen Weideflächen statt. Die Rinder stehen schon seit letztem Jahr auf den "richtigen" Flächen.

Neue Weidefläche in Elsdorf

Primigenius beweidet seit Oktober 2017 ca. 6 ha der Elsdorfer Sandkiete und beschreitet in der Wahl seiner tierischen Mitarbeiter neue Wege. Zum Einsatz kommen hier Rauhwollige Pommersche Landschafe, die der Vegetation in den nächsten Jahren zu einem reichen Blühaspekt verhelfen sollen.

Münster, 15.09.2017

 

Dieses wunderbare Video von Christoph und seinem Besitzer möchten wir euch nicht vorenthalten. Koniks sind wunderbare Kutschpferde und Christoph macht das schon richtig prima! Wir wünschen weiter viel Spaß zusammen!

Oranienbaumer Heide, 09.09.2017

Trotz Regen eine schöne Exkursion

Circa 100 Leute nahmen am Samstag die Gelegenheit wahr, unter fachkundiger Leitung die Oranienbaumer Heide zu besuchen. In 3 Gruppen ging es gestaffelt ins Gebiet und es wurden allerhand Informationen rund um das Beweidungsprojekt, die naturschutzfachliche Betreuung, sowie natürlich unsere tierischen Landschaftspfleger vermittelt. Wir hoffen, unseren Besuchern hat es genauso viel Freude bereitet, wie uns.

 

Exkursionsankündigung:
Wildpferdeexkursion im Wulfener Bruch, 12.11.2017, 10:00 Uhr

Liebe Grüße! Euer Primigenius-Team

 

Fotos: Catherin Nolte

Unwetter am 18.08.2017

Eine Schneise der Verwüstung hinterließ das Unwetter am 18.08.2017 auch an einigen Stellen in der Heide. Zum Glück sind alle Tiere wohlauf. Nur die eine oder andere Solitärbirke wird uns nun nicht mehr mit ihrer Schönheit beglücken.

Weidelandschaft des Jahres 2017

Die Oranienbaumer Heide wurde vom Verein "Weidewelt e. V. zur Weidelandschaft des Jahres 2017 gewählt. Am 06.07.2017 verlieh der Vorstandsvorsitzende Gerd Bauschmann offiziell den Titel an die Hochschule Anhalt und Primigenius. Auch die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Claudia Dalbert, sowie der stellvertretende Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Prof. Dr. Werner Wahmhoff, nahmen an der Veranstaltung Teil. Wir freuen uns über diesen Preis und hoffen auf viele weitere erfolgreiche Jahre in der Oranienbaumer Heide zusammen mit unseren tierischen Mitarbeitern.

 

Weitere Informationen hierzu finden sie auf weidewelt.jimdo.com

 Die Pressemitteilung der Hochschule Anhalt finden Sie hier.

Buch-Tipp

 

Da die Oranienbaumer Heide Teil des Biosphärenreservats Mittelelbe ist, möchten wir nicht versäumen, Sie auf dieses wunderbare Buch aufmerksam zu machen:

 

Lebensraum großer Strom: Tierwelten im Biosphärenreservat Mittelelbe

Thomas Hinsche (Autor und Fotograf), Biosphärenreservat Mittelelbe (Herausgeber)

Eine großartige Landschaft aus Wasser, Wäldern und Wiesen, ein Lebensraum für mehrere tausend Tierarten, ein Naturrefugium mit reicher Pflanzenwelt und als Biosphärenreservat von der UNESCO anerkannt: Das ist die Region an der Mittelelbe. Kein anderer Fluss in Deutschland fließt noch so lebendig und frei, darf so ungestaut und naturbelassen mäandern. An dieses „Wunder der Elbe“ mit seinem unberechenbaren Wechsel von Hoch- und Niedrigwasser hat sich die Artenvielfalt der Tiere angepasst, vom millimetergroßen Insekt bis zum kapitalen Hirsch. Dieser Vielfalt ist Thomas Hinsche ebenso leidenschaftlich wie respektvoll auf der Spur – geduldig, sensibel, mit ausgeprägtem Natursinn und einem Blick für das Spezielle, der seine Fotografien so besonders macht. Seine Faszination überträgt sich auf den Betrachter, bringt ihn zum Staunen, lädt ihn ein, macht ihn zum Mitbeobachter. Thomas Hinsche lebt in dieser Landschaft, seine Bilder sind ein sinnliches Plädoyer für ihren Schutz.

 

ISBN 978-3-89923-353-7

 

Erster Nachwuchs 2016!

Gandalf wurde am 25.02.2016 geboren. Der kleine Hengst ist das erste Fohlen in der Oranienbaumer Heide in diesem Jahr.

Mama Elfi hat die Geburt gut überstanden und darf jetzt in die wohlverdiente Babypause.

Wieder gehen zwei Heidekinder in ein neues Zuhause

Kasino und Gajus finden ein Zuhause bei Dessau. Die zwei Hengste werden zukünftig als Gespann vor der Kutsche laufen.

Winterimpressionen

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Vasektomie zur Regulierung der Bestandszahlen

In der Oranienbaumer Heide wird 2016 das Ziel der maximalen Besatzstärke erreicht sein. Um den Nachwuchs an Pferden zu regulieren, werden alle zeugungsfähigen Hengste aus der Heide entnommen.


Hengste übernehmen jedoch innerhalb der Herde wichtige Funktionen und können nicht ohne weiteres durch einen Wallach ersetzt werden, dessen Verhalten sich durch die Kastration erheblich verändert.

Um die natürlich gewachsenen Herdenstrukturen zu erhalten, wurden unsere zwei Althengste Gagarin und Matthias einer Vasektomie unterzogen. Bei dieser relativ unkomplizierten Operation (im Vergleich zur Kastration) wird der Samenstrang an zwei Stellen mit einer Ligatur versehen und das Zwischenstück chirurgisch entfernt. Auf diese Weise bleibt der Hengst „hormonell intakt“, kann jedoch keine Fohlen mehr zeugen. In seinem Verhalten ändert sich nichts.


Durchgeführt wurde die Operation von Prof. Dr. Brehm und seinem Team der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig.


Anhand eigens erarbeiteter Parameter soll in der kommenden Saison beobachtet werden, wie Hengste und Stuten sich in dieser neuen Situation verhalten. Dabei gilt es zu klären, ob die Stuten vermehrt in die Rosse kommen, wenn der Deckakt nicht zu einer Befruchtung führt und wie der Hengst konstitutionell damit umgeht.

In Abhängigkeit von den Ergebnissen dieser Untersuchungen, wird am Ende des nächsten Jahres entschieden, ob zwei weitere Hengste dieser Opteration unterzogen werden.

Zusammenführung unserer beiden Zuchthengste

Christoph ist verkauft und Pozar allein auf seiner Weide. Was liegt da näher, als unseren zweiten Zuchthengst zu ihm auf die Fläche zu bringen.

Die Fotos vom beeindruckenden Kennenlern-Kampf finden sie hier:

Pozar und Kasper - zwei Hengste werden Freunde

Aribo - Decksaison 2015

Zuchtbulle Aribo ist seit Ende Juni in der Oranienbaumer Heide und wird dort bis zum September für Nachwuchs sorgen.

Aktuelles zum Tiermanagement 2015

Die Primigenius gGmbH bewirtschaftet mit Hilfe großer Weidetiere wie Heckrindern und Robustpferden (Przewalski, Konik und Exmoorpony), in ganzjähriger Extensivbeweidung am Standort Wulfen 145ha Grünland, sowie am Standort Oranienbaum 800ha Heidelandschaft auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz.


Aufgrund wissenschaftlicher Erhebungen wurden für beide Standorte die für die Beweidungsziele idealen Besatzstärken und Tierartenzusammensetzungen ermittelt.


In der Oranienbaumer Heide ist die angestrebte Besatzstärke von 0,2 GVE (Groß Vieh Einheit) mit der im kommenden Jahr zu erwartenden Nachzucht der Pferde erfüllt. Das Verhältnis der Pferde zu den Rindern ist 2:1, es sollen also 120 Pferde und 60 Rinder eingesetzt werden. Da die Anzahl der Rinder noch nicht ausreichend ist, wird deren Reproduktion am Standort Oranienbaum fortgeführt.


Um die Reproduktion der Pferde in Oranienbaum einzustellen, werden im Herbst alle deckfähigen Hengste von dort nach Wulfen gebracht. Da es sich hierbei um einen starken Eingriff in die gewachsenen Herdenstrukturen aus Stuten und Hengsten handelt, werden wir einige nicht mehr zeugungsfähige Hengste in der Herde belassen. Hierbei handelt es sich entweder um bereits kastrierte Hengste, oder männliche Tiere die einer Vasektomie unterzogen werden sollen. Der Vorteil der Vasektomie ist, dass die Tiere trotz Zeugungsunfähigkeit weiterhin Hengstverhalten zeigen.


Über Jahre hinweg konnten wir beobachten, dass einige Pferde besonders gut mit den anspruchsvollen Bedingungen unserer Robusthaltung zurechtkommen. Zu diesen Eigenschaften zählen beispielsweise Widerstandsfähigkeit bei harten Witterungsbedingungen, Konditionsstärke trotz Trächtigkeit und „Fohlen bei Fuß“, Hufe welche kein übermäßiges Wachstum aufzeigen und nicht zu Hornspalten neigen und verschiedene andere Faktoren. Da wir außerdem für ein gutes Handling der Tiere auf positive Charaktereigenschaften Wert legen, sind diese ein weiteres Auswahlkriterium.


Alle genannten Eigenschaften sollen durch unsere Zuchtwahl zu einem besonders robusten und umgänglichen Pferdetypus führen, welcher möglichst ideal an die Anforderungen von ganzjährigen Beweidungsprojekten angepasst ist.


Mit einer Anzahl von 10 Stuten mit den genannten Eigenschaften, wollen wir in Wulfen die Pferdenachzucht fortsetzen. Dieser Standort verfügt über ein wesentlich reicheres Nahrungsangebot auf der Weidefläche als die Heidelandschaft und eignet sich daher für die Fohlenaufzucht und als Standort für tragende und laktierende Stuten besonders gut. Nach dem Absetzen der weiblichen Jungtiere werden diese bis zum Verkauf oder als späteres Zuchttier zurück in die Oranienbaumer Heide gebracht.

Der erste Nachwuchs 2015

Am 27.02.2015 sind unsere ersten diesjährigen Konikfohlen geboren. Willkommen in der Heide Arwen und Emilia!

Auf die Farbe gekommen

Ein neuer Zuchthengst befindet sich seit Dezember 2014 im Besitz der Primigenius.


Normalerweise sind Koniks Mausfalben mit schwarzem Langhaar und einem schwarzen Aalstrich, da man davon ausging, dass der Tarpan diese Farbe besaß. Welche Farbe unsere europäischen Wildpferde allerdings wirklich hatten, ist nicht hundertprozentig geklärt.

Für den europäischen Tarpan sind die Grundfarben Brauner und Rappe genetisch nachgewiesen, wobei das Falbgen, welches die Schattierung dieser Farben beeinflusst, genetisch (noch) nicht direkt bestimmt ist, was eine Identifizierung der Farbe, die letztlich phänotypisch (sichtbar) auftrat, nur schwer möglich macht.


Eine Studie des Leibnitz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung ergab zudem, dass am Ende der Eiszeit mehr als ein Viertel aller Pferde ein weißes Fell mit dunklen Flecken besaß.


Ob auch Fuchsfalben unter den „Wilden“ zu finden waren, ist nicht geklärt. Dennoch gehen wir den Schritt zu mehr Farbe und setzen ab 2016 unser „Feuerpferd“ zur Zucht ein.

 

Vielleicht haben auch Sie die Chance 2017 ein rotes Fohlen unseres "Pozar" (poln. Feuer) zu erwerben.